Individualbesteuerung

Am 8. März dieses Jahres hat das Schweizer Stimmvolk die Abstimmung zur Individualbesteuerung mit 54% angenommen. Damit soll die ‘Heiratsstrafe’ der Vergangenheit angehören: Bisher werden die Einkommen von Ehepartnern gemeinsam besteuert werden, wodurch sie schneller in eine höhere Progression geraten und dadurch oft eine höhere Steuerlast als unverheiratete Paare tragen.

Die neue Handhabung wird voraussichtlich erst per 1.1.2032 in Kraft treten, damit die Kantone Zeit haben, das Projekt umzusetzen. Zurzeit kann man daher nur Änderungen bei der Bundessteuer analysieren. Es wird geschätzt, dass durch die Umstellung CHF 630 Mio. weniger Bundessteuer gezahlt werden. 

Die Grundsätze der Individualbesteuerung sind

  • Jede steuerpflichtige Person reicht eine eigene Steuererklärung ein, unabhängig vom Zivilstand
  • Es gilt ein vom Zivilstand unabhängiger Einheitstarif
  • Einkommen und Vermögen werden nach zivilrechtlicher Zurechnung besteuert (Lohn, Vermögen, Schulden), läuft zum Beispiel eine Liegenschaft nur auf den Namen einer der Ehepartner, so hat er oder sie die Liegenschaft in seinem Vermögen zu versteuern
  • Sozialabzüge, insbesondere kinderbezogene Abzüge, werden neu geregelt. Bei der direkten Bundessteuer wird der Kinderabzug von heute CHF 6'800 auf neu CHF 12'000 erhöht und dann jedem Elternteil zur Hälfte abgezogen. 

Die Ziele der Steuerreform 

  • Die Abschaffung der Heiratsstrafe
  • Mehr Steuergerechtigkeit
  • Stärkere Erwerbsanreize für Zweitverdienende
  • Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann

Gewinner der Reform 

  • Ehepaare mit ähnlich hohen Einkommen profitieren am meisten, da die Steuerprogression nun fairer wirkt.
  • Für viele Pensionierte lohnt es sich, da im Ruhestand die Einkommensunterschiede zwischen Ehepartnern oft geringer sind.
  • Konkubinatspaare und unverheiratete Personen mit mittleren oder tiefen Einkommen zahlen in der Regel weniger Bundessteuern. 

Verlierer der Reform

  • Ehepaare mit stark ungleichen Einkommen müssen tendenziell mehr Steuern zahlen, da der Vorteil der Zusammenveranlagung entfällt
  • Das gilt auch für Familien mit klassischer Rollenverteilung, also mit nur einem Einkommen
  • Gutverdienende Alleinstehende können ebenfalls höhere Steuerbelastungen erfahren, da die Steuertarife angepasst werden, um Steuerausfälle auszugleichen. 

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