IPO SpaceX

Am 12. Juni ging die von Elon Musk gegründete Weltraumfirma SpaceX an die Börse. SpaceX wurde mit astronomischen USD 1.75 Bio. bewertet, verbuchte jedoch allein im ersten Quartal 2026 einen Verlust von USD 2 Mrd. Horrende Bewertung für eine Firma, die Geld verbrennt – sind wir in einer Börsenblase? Wir wissen es nicht, aber viele Merkmale eines irrationalen Überschwangs liegen hier vor: Ein vermeintliches Genie schürt den Hype und diktiert die Regeln, Bilanzkennzahlen spielen keine Rolle, die Banken spielen mit, weil es um Milliarden geht, das Geschäft geht allenfalls in ferner Zukunft auf - da bleibt nur noch der Griff zur Versform:

SpaceX – the world is not enough

Die Rakete startet pünktlich,
nicht auf der Rampe, sondern im Orderbuch.
Der Prospekt spricht von den Sternen,
die Bilanz verweist auf später.

Der Kurs hebt in Sekunden ab,
Schub kommt von der Story, nicht aus den Cashflows.
Die Corporate Governance ist schlank: ein starker Gründer, eine Mission – 
und ein CFO, der darauf hinweist, dass man vielleicht noch nicht börsenreif ist.

Die Aktie fliegt, 
obwohl die Firma noch gar nicht profitabel landen kann. 
Im Kleingedruckten steht,
dass der Fallschirm noch im Beta‑Test ist.

Die Gründer sind schon sicher im Orbit
ihr Glaube hat genügend mobilisiert. 
Für die Kleinanleger bleibt die Hoffnung, 
dass ihr Ticket wenigstens bis zur Stratosphäre reicht.

Der Ersttag schließt im Allzeit‑Hoch,
die Story gilt als voll investierbar.
Die einzige Kennzahl, die wirklich zählt,
ist die Distanz zwischen Erde und Realität.

Doch am Ende der ersten Handelswoche
bleibt eine nüchterne Erkenntnis zurück:
Die einzige Rakete, die garantiert wiederkehrt,
ist die nächste Bewertungsfantasie.

Quelle Text: Reuters, cnbc, Perplexity / Quelle Bild: KI auf Canvas